Grabstätten im Feld 21

 

Martin Loos (1904 - 1978)

 

Martin Loos hatte am 4. Juli 1904 in Zirndorf das Licht der Welt erblickt. Er erlernte den Beruf des Mechanikers und Metalldrückers. Nebenher besuchte er Fachkurse sowie weitere Bildungsangebote der Volkshochschule. Schon bald wurde Loos bei  der Sozialistischen Arbeiterjugend aktiv und ab 1921 Mitglied der SPD. Im Jahre 1928 übernahm er den elterlichen Metallwarenbetrieb in der Baustraße. Bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahre 1933 gehörte er dem Stadtrat an.
Nach Kriegsende wurde Martin Loos Leiter des städtischen Referats II (Sozial-, Versicherungs- und Jugendamt). In dieser Zeit war er maßgeblich am Wiederaufbau des Zirndorfer SPD-Ortsvereins beteiligt. Um die Eingliederung der Heimkehrer aus dem Zweiten Weltkrieg erwarb  er sich große Verdienste. Außerdem setzte er sich für die Förderung der Zirndorfer Sportvereine ein. Im Jahre 1946 wurde er in den Kreistag gewählt.
Erstmals im Jahre 1950 kandidierte Martin Loos für den bayerischen Landtag. Er wurde im Stimmkreis Nürnberg-Land und Fürth-Land direkt gewählt. Über 20 Jahre vertrat er im Maximilianeum die Interessen der sozial Schwächeren, mit denen er sich besonders verbunden fühlte. Mit 65 Jahren verzichtete er auf eine weitere Nominierung.
Dem Kreistag gehörte Loos aber weiterhin an. Von 1966 bis 1972 war er auch Stellvertreter des Landrats. Für seine Heimatstadt Zirndorf setzte  sich der aktive Politiker immer besonders ein. Am 15. Februar 1978 verstarb Martin Loos im Alter von 73 Jahren.  

 

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