Das Lutherbild

Doppeljubiläumsjahr 1926

Baugeschichte - Martin Luther gemalt von Cranach
Bildrechte: St. Rochus in Zirndorf

1926 erinnerte die Kirchengemeinde St. Rochus an zwei Ereignisse:

  • 400 Jahre Reformation in Zirndorf (1526 wird Pfarrer Lorenz Walther erster evangelischer Geistlicher in Zirndorf)
  • 40 Jahre Evangelischer Arbeiter- und Gemeindeverein (Gründung 1886)

Aus diesen beiden Anlässen wird ein Lutherbildnis in Auftrag gegeben. Das Bildnis malte der Künstler Johannes Gener aus Erlangen. Als Vorlage dient ihm ein Lutherbildnis von Lucas Cranach dem Jüngeren.

Baugeschichte - Artikel aus der Allgemeinen Rundschau 1928
Bildrechte: St. Riochus in Zirndorf

Der barocke Rahmen stammt von der Kunsthandlung und Rahmenwerkstätte F.W. Nickel, die 1851 in Nürnberg vom Vergoldermeister Friedrich Wilhelm Nickel gegründet wurde.

Aus der Allgemeinen Rundschau von 1926:

Evangelischer Arbeiter- und Gemeindeverein

Aus den Zirndorfer Nachrichten 1926:

Baugeschichte - Passinonsfeier des evangelischen Arbeitervereins 1923
Bildrechte: St. Rochus in Zirndorf

"Gegründet wurde er 1886 im Januar auf Anregung und Betreiben des damaligen zweiten Pfarrers und vor kurzem in Gunzenhausen verstorbenen Kirchenrats Haußleiter... Bei der Gründung traten dem Verein etwa 120 Mitglieder bei. Unter dem Vorsitz des Pfarrers Haußleiter entwickelte sich eine ausgedehnte Vereinstätigkeit. Der Verein hatte damals jeden Sonntag im ‚Goldenen Löwen‘ seinen Vereinsabend und abwechslungsweise in allen hiesigen Sälen Familienabende... Im Jahre 1922 übernahm Herr Stadtpfarrer Glenk nach Uebertragung der ersten Pfarrstelle dahier den Vorsitz des Vereins. Durch seine Tatkraft und durch sein gewinnendes Wesen konnte er den Verein auf seinen derzeitigen ausgedehnten, nie erreichten Stand heben. Der Mitgliederstand hat bereits die 800-Grenze überschritten. In vorzüglicher Weise hat Herr Stadtpfarrer Glenk den Verein organisiert und u. a. folgende Neueinführungen gebracht: Zöglings- und Mädchenhort, Posaunenchor, Begräbniskasse auf Gegenseitigkeit, Kleinsparkasse, Näh-, Flick- und Singstunden für die Mädchen, sowie Turnen und Sport für die Zöglinge."