Mehr als Vorlesen – Ausbildung zur Lektorin

Marion Haupt
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Liebe Leserin, lieber Leser,
mein Name ist Marion Haupt. Im Jahr 2018 bin ich mit meinen beiden Kindern nach Banderbach gezogen. Vorher lebten wir in Burgfarrnbach. Dort spiele ich seit über 30 Jahren im Posaunenchor Unterfarrnbach und bin darüber nach wie vor der St. Johannis-Gemeinde kirchlich verbunden. Jedoch habe ich in der Corona-Zeit, angefangen, in St. Rochus heimischer zu werden. Ich begann die Gottesdienste in Weiherhof zu besuchen und ich habe die Rückenwind-Gottesdienste entdeckt, die mir sehr gut gefallen. Ich kann aus voller Kehle mitsingen – wie wunderbar!
Irgendwann bin ich im Gemeindebrief „Meine Kirche“ auf einen Artikel aufmerksam geworden, in dem für die Lektorenausbildung geworben wurde. Das hat mich interessiert.
Nun bin ich gerade mittendrin in dieser Ausbildung zur Lektorin. Mein erstes Bild, dass die Lektorin diejenige ist, die die Lesung im Gottesdienst macht, hat sich inzwischen verändert. Ich habe erfahren, dass ich als Lektorin viel mehr lerne und dann auch tun darf. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung darf ich ganze Gottesdienste halten. Das war mir bei der Anmeldung gar nicht bewusst.
Bei der Gestaltung der Gottesdienste will ich auch meine Glaubenserfahrungen mit einfließen lassen. Als Kind und Jugendliche war ich sehr engagiert im CVJM, habe dort Jungschar gehalten, den Jugendkreis besucht. Ich habe in der Schule einen Bibelkreis gegründet und zwei Jahre lang geleitet. Im Alter von 18 oder 19 Jahren kam ein Bruch mit meinem Glauben. Ein Freund von mir zweifelte und die Zweifel waren auch in mir. Durch die Musik habe ich zwar immer die Verbindung zur Gemeinde und zur Kirche gehalten, doch ich war nicht mehr überzeugt von Gott. Erst nach und nach, sehr langsam, begann ein kleiner Same in mir wieder zu keimen. Gerade in der Corona-Zeit wurde mir sehr deutlich, wie gut es mir tut, wenn ich in die Kirche gehe. Was Gottes Wort und Gottes Geist mir schenkt, wenn ich mich darauf einlasse. Ich habe mich in den Gottesdiensten angenommen und zuhause gefühlt.
Diese Botschaft, dass wir von Gott angenommen sind, soll sich auch in den Gottesdiensten, die ich gestalten und halten werde, widerspiegeln. Ich bin gespannt auf das, was ich in der Ausbildung noch lernen und erfahren werde und darauf, was Gott mit mir in diesem Amt vorhat.
Freundliche Grüße sendet Ihnen
Marion Haupt

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