Die Diakoniestation und Corona ….

Handdesinfektion und Mundschutz
Bildrechte: Bild von Klaus Hausmann auf Pixabay

Kita’s und Schulen geschlossen – ein Paukenschlag bei 95% weiblichen Mitarbeiterinnen. Das konnten die Mütter gut organisieren über familiäre Unterstützung und/oder die Notbetreuung. Die Verunsicherung bei den Pflegekräften ist groß, die Stimmung angespannt. Niemand hat Erfahrung in der Handhabung einer Pandemie. Wir haben Kontakt zu den Menschen, und in der Pflege kommt man sich nahe. Deshalb haben wir auch ohne Corona Hygiene-Regeln, diese gelten weiterhin. Die Schutzmaßnahmen wurden erweitert, wir arbeiten z.B. mit Mundschutz. Für Menschen, die nicht mehr so gut hören, ist das schwierig, weil sie nicht mehr von den Lippen ablesen können. Für demenziell Erkrankte ist es schwierig, weil sie es nicht verstehen. Manche Familien haben die Versorgung ihrer Angehörigen selbst übernommen, um die sozialen Kontakte zu reduzieren. Pausiert wurden die hauswirtschaftlich Dienste und das Gruppenangebot für die Demenzkranken. Wir wollen unseren pflegerischen Auftrag erfüllen, wollen aber unsere anvertrauten Menschen nicht gefährden. Wir wollen nicht Überträger sein, wollen uns in der Pflege  aber auch nichts „einfangen“. Denn auch Schwestern haben Familien, haben Kinder/Enkelkinder, haben Eltern, die zu den Risikogruppen gehören. Positiv ist die Anerkennung und Wertschätzung die wir erfahren. Dankbar bin ich für die bisherige Bewahrung und für unser Team, das die Situation meistert.
Herzliche Grüße,

Ihre Gertraud Döllfelder, Pflegedienstleitung Diakoniestation Zirndorf