Konfirmation
"Ich geh nur zum Konfirmandenunterricht, damit ich am Ende die
Geschenke und die Kohle kriege." So formulieren es manche Jugendliche
inzwischen ganz offen. Der Pfarrer ist resigniert, die Großeltern sind
geschockt, andere haben's ja schon immer gewusst. Konfirmation
nur wegen des Geldes - man darf vermuten, dass die Wahrheit wie immer
etwas vielschichtiger ist. Viele Jugendliche sind nämlich durchaus
interessiert an Glauben und Religion. Doch sie finden wie die meisten
Erwachsenen nur schwer Worte, ihre Überzeugungen und Glaubenssätze
angemessen auszudrücken. Sofern Sie selbst konfirmiert sind, machen Sie
mal den Test und fragen sich: Warum genau habe ich mich damals
eigentlich konfirmieren lassen? Man muss schon eine Weile nachdenken,
bevor man eine plausible Antwort formulieren kann. Denn offen über den
eigenen Glauben oder Un-Glauben zu sprechen, haben wir eigentlich schon
fast verlernt. Zurück zum Konfirmationsunterricht: Dort lernen die
"Konfis" die Grundzüge des christlichen Glaubens (besser) kennen und
prüfen für sich, ob sie weiter der evangelischen Kirche angehören
wollen. Mit der Konfirmation sagen die Konfirmanden und Konfirmandinnen
"Ja" zu ihrer Taufe. Die Kirche überträgt den Jugendlichen alle Rechte,
die jedes Kirchenmitglied hat und die Gemeinde verspricht, sich für die
Interessen der Jugendlichen einzusetzen. Im feierlichen Gottesdienst
bittet die Gemeinde, dass Gott auch in schweren Zeiten des
Erwachsenwerdens und in den Stürmen des Lebens bei den Jugendlichen
sein möge.
Die Texte zur Konfirmation sind mit
freundlicher Genehmigung entnommen von http://www.bayern-evangelisch.de/.
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